Beide Wege führen zu einem Leben ohne Brille, und beide haben Nachteile, über die selten gesprochen wird. Kontaktlinsen sind reversibel, verursachen aber ein dauerhaftes, wiederkehrendes Infektionsrisiko. Eine Laserkorrektur ist ein einmaliger Eingriff mit einmaligem Risiko und dauerhaftem Ergebnis. Die Entscheidung hängt weniger an der Technik als an Ihrer Lebenssituation.
Sicherheit: das wird meist falsch eingeschätzt
Die verbreitete Annahme lautet, Kontaktlinsen seien die sichere und das Lasern die riskante Option. Das greift zu kurz, weil die beiden Risiken unterschiedlich verteilt sind.
Beim Lasern besteht das Risiko einmal: an einem Tag, unter kontrollierten Bedingungen, mit anschließender Nachkontrolle. Bei Kontaktlinsen besteht es an jedem Tag, an dem Sie sie tragen, über Jahrzehnte. Die relevante Gefahr ist dabei die mikrobielle Keratitis, eine Hornhautentzündung, die im ungünstigen Fall Narben und bleibende Sehminderung hinterlässt. Begünstigt wird sie durch zu lange Tragezeiten, Übernachttragen und Kompromisse bei der Hygiene.
Ehrlich gesagt gehört dazu: Wer Linsen diszipliniert trägt, Tageslinsen nutzt und die Tragezeiten einhält, hat ein sehr niedriges Risiko. Wer die Linsen nachts drinlässt und die Behälter selten wechselt, hat ein deutlich höheres. Anders als beim Lasern liegt dieser Faktor vollständig in Ihrer Hand.
Kosten über die Jahre
Die Laserbehandlung kostet bei uns 1.800 Euro pro Auge im Festpreis, also 3.600 Euro für beide Augen, einschließlich Voruntersuchung, Eingriff, aller Nachkontrollen über zwölf Monate und der Augentropfen. Das ist eine einmalige Ausgabe.
Kontaktlinsen verursachen dagegen laufende Kosten: Linsen, Pflegemittel, regelmäßige Anpassungen und meist zusätzlich eine Brille für die Stunden ohne Linsen. Die Höhe hängt stark von Linsentyp und Tragehäufigkeit ab, weshalb wir hier bewusst keine Pauschale nennen.
Rechnen Sie selbst nach, das ist aussagekräftiger als jede Beispielrechnung: Notieren Sie Ihre Ausgaben für Linsen und Pflegemittel eines Jahres, addieren Sie den anteiligen Brillenpreis und multiplizieren Sie mit der Zahl der Jahre, die Sie noch tragen würden. Bei den meisten Menschen ergibt sich ein Zeitpunkt zwischen dem fünften und dem zehnten Jahr, ab dem die Laserbehandlung günstiger ist.
Alltag
| Situation | Kontaktlinsen | Nach der Laserkorrektur |
|---|---|---|
| Morgens | Einsetzen, Hygiene, Zeitaufwand | kein Aufwand |
| Sport | Verrutschen, Verlieren möglich | kein Thema |
| Schwimmen, Sauna | nicht empfohlen | nach der Heilungsphase unproblematisch |
| Trockene Luft, Klimaanlage, Bildschirm | Beschwerden häufig | in den ersten Wochen möglich, danach meist nicht |
| Reisen | Ersatzlinsen und Pflegemittel nötig | kein Zubehör |
| Erkältung, Bindehautreizung | Tragepause nötig | kein Thema |
Wann Kontaktlinsen die bessere Wahl bleiben
- Die Sehstärke ist noch nicht stabil. Unter 18 Jahren oder bei Veränderungen im letzten Jahr ist Lasern verfrüht.
- Die Hornhaut ist zu dünn oder es besteht ein Keratokonus. Hier sind formstabile Linsen oft sogar die medizinisch bessere Lösung.
- Schwangerschaft und Stillzeit. Die Sehstärke kann sich in dieser Zeit verändern.
- Sehr hohe Dioptrienwerte jenseits der Lasergrenze. Dann bleiben Linsen oder ein linsenbasiertes Verfahren.
- Sie wollen sich nicht festlegen. Eine Laserkorrektur ist nicht rückgängig zu machen. Wenn Sie damit nicht gut leben können, ist das ein valider Grund.
Eine Erwartung, die beide nicht erfüllen
Weder Kontaktlinsen noch eine Laserkorrektur verhindern die Alterssichtigkeit. Ab etwa dem 45. Lebensjahr verliert die natürliche Linse an Elastizität, und das Lesen in der Nähe wird schwieriger. Wer mit 40 lasern lässt, kann mit 50 eine Lesebrille brauchen. Das ist keine Komplikation, sondern ein natürlicher Prozess, und es sollte vor der Entscheidung klar sein.
Ein pragmatischer Weg zur Entscheidung
Lassen Sie zuerst prüfen, ob eine Laserbehandlung bei Ihnen überhaupt möglich ist. Erst wenn diese Frage geklärt ist, lohnt sich das Abwägen. Der Quick-Check bei uns kostet nichts und beinhaltet keine Verpflichtung. Fällt das Ergebnis negativ aus, sagen wir es Ihnen, und Sie haben eine Frage weniger im Kopf.
Kostenlose Erstberatung vereinbaren: 0221 29798663 oder info@aumedica.de · Aumedica, Heumarkt 43, 50667 Köln
Häufige Fragen
Ist Augenlasern sicherer als Kontaktlinsen?
Die Risiken sind unterschiedlich verteilt. Beim Lasern besteht das Risiko einmalig unter kontrollierten Bedingungen, bei Kontaktlinsen besteht ein kleines Infektionsrisiko an jedem Tragetag über Jahrzehnte. Wer Linsen sehr diszipliniert nutzt, senkt sein Risiko deutlich.
Ab wann rechnet sich Augenlasern gegenüber Kontaktlinsen?
Das hängt von Linsentyp und Tragehäufigkeit ab. Rechnen Sie Ihre Jahreskosten für Linsen, Pflegemittel und die anteilige Brille zusammen und vergleichen Sie mit 3.600 Euro für beide Augen. Bei den meisten Menschen liegt der Punkt zwischen dem fünften und zehnten Jahr.
Kann ich nach dem Lasern noch Kontaktlinsen tragen?
In der Regel ja, falls es später medizinisch nötig sein sollte. Die Anpassung ist nach einer Hornhautkorrektur aufwendiger, weil sich die Form verändert hat. Nötig ist es nach einem erfolgreichen Eingriff normalerweise nicht.
Muss ich Kontaktlinsen vor der Voruntersuchung weglassen?
Ja. Weiche Linsen mindestens eine Woche, formstabile mindestens zwei Wochen. Unter Kontaktlinsen verformt sich die Hornhaut leicht, und diese Verformung würde die Messwerte und damit die gesamte Behandlungsplanung verfälschen.


