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Eine Hornhautverkrümmung, medizinisch Astigmatismus, lässt sich mit modernen Laserverfahren gut korrigieren. Möglich sind je nach Methode Werte bis etwa 5 bis 6 Dioptrien. Entscheidend ist nicht nur die Höhe, sondern die Form: Ein regelmäßiger Astigmatismus ist gut laserbar, ein unregelmäßiger braucht andere Verfahren.
Was eine Hornhautverkrümmung ist
Eine ideal geformte Hornhaut ist annähernd kugelförmig wie ein Fußball. Bei einer Hornhautverkrümmung ist sie in einer Richtung stärker gewölbt als in der anderen, eher wie ein Rugbyball. Einfallendes Licht wird dadurch nicht in einem Punkt gebündelt, sondern in zwei Linien. Das Ergebnis ist ein Sehen, das in jeder Entfernung leicht verzerrt wirkt.
Ein leichter Astigmatismus ist sehr verbreitet und bei Werten unter etwa 0,5 Dioptrien meist nicht störend. Ab etwa 1 Dioptrie machen sich typische Beschwerden bemerkbar: Buchstaben verschwimmen, Autofahren bei Nacht strengt an, und viele Betroffene kneifen unbewusst die Augen zusammen, was zu Kopfschmerzen führt.
Regelmäßig oder unregelmäßig: der entscheidende Unterschied
Beim regelmäßigen Astigmatismus stehen die beiden Hauptschnitte senkrecht zueinander. Diese Form ist die häufigste und lässt sich mit dem Laser gut korrigieren, weil die Abweichung berechenbar ist.
Beim unregelmäßigen Astigmatismus ist die Hornhautoberfläche ungleichmäßig verformt, etwa nach einer Verletzung, einer Narbe oder bei einem Keratokonus. Hier stößt die klassische Laserkorrektur an ihre Grenzen. In diesen Fällen kommen formstabile Kontaktlinsen, eine Vernetzungsbehandlung oder topographiegeführte Sonderverfahren in Betracht. Welche Form bei Ihnen vorliegt, zeigt die Hornhauttopographie in der Voruntersuchung.
Welche Verfahren infrage kommen
Verfahren | Astigmatismus bis etwa | Besonderheit |
|---|---|---|
5 Dioptrien | berührungsfrei, kein Flap, gut bei dünner Hornhaut | |
Femto-LASIK | 5 bis 6 Dioptrien | schnellste Seherholung, Flap erforderlich |
ReLEx SMILE | 5 Dioptrien | minimalinvasiv, Zyklorotationsausgleich in neueren Gerätegenerationen |
PRK / LASEK | etwa 5 Dioptrien | bewährte Oberflächenverfahren, längere Heilung |
Die genannten Werte sind Orientierungsgrößen und keine festen Obergrenzen. Maßgeblich ist immer, wie viel Hornhautgewebe nach der Korrektur übrig bleibt. Eine hohe Hornhautverkrümmung verbraucht mehr Gewebe als eine reine Kurzsichtigkeit desselben Zahlenwerts.
Warum die Achse so wichtig ist
Bei einer reinen Kurzsichtigkeit trägt der Laser rotationssymmetrisch ab, die Drehung des Auges spielt dabei kaum eine Rolle. Bei einer Hornhautverkrümmung dagegen muss die Korrektur exakt in einer bestimmten Achse liegen. Schon eine Abweichung von wenigen Grad verringert die Wirkung spürbar.
Ein praktisches Problem kommt hinzu: Das Auge verrollt sich leicht, wenn man vom Sitzen ins Liegen wechselt. Diese Zyklorotation beträgt oft mehrere Grad. Moderne Systeme erfassen sie und gleichen sie aus, indem sie das Auge anhand von Irisstrukturen wiedererkennen. Fragen Sie in der Beratung ausdrücklich danach, wenn Ihr Astigmatismus hoch ist.
Kombination mit Kurz- oder Weitsichtigkeit
Eine Hornhautverkrümmung tritt selten allein auf. Meist besteht zusätzlich eine Kurzsichtigkeit, seltener eine Weitsichtigkeit. Beides wird in einem Eingriff korrigiert, der Laser rechnet beide Anteile in ein gemeinsames Abtragsprofil um.
Ein Hinweis zur Weitsichtigkeit: Bei Aumedica lasern wir eine reine Weitsichtigkeit nicht. In Kombination mit einer deutlichen Hornhautverkrümmung ist eine Behandlung dagegen möglich. Was in Ihrem Fall gilt, klärt die Voruntersuchung.
Was Sie realistisch erwarten können
Bei einem regelmäßigen Astigmatismus im üblichen Bereich erreichen moderne Verfahren gute und stabile Ergebnisse. Ein kleiner Restwert kann bleiben, stört im Alltag aber meist nicht. Bei sehr hohen Ausgangswerten ist eine bewusst unvollständige Korrektur manchmal das sicherere Ziel, weil sie weniger Gewebe verbraucht.
Ehrlich gesagt gehört auch dazu: Je höher der Ausgangswert, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass eine Nachkorrektur nötig wird. Das ist kein Grund gegen den Eingriff, sondern ein Grund, vorher über die Bedingungen einer Nachkorrektur zu sprechen.
Kosten
Bei Aumedica in Köln kostet die Behandlung 1.800 Euro pro Auge im Festpreis, unabhängig vom Verfahren und unabhängig von der Höhe der Hornhautverkrümmung. Enthalten sind Voruntersuchung, Eingriff, alle Nachkontrollen über zwölf Monate und die postoperativen Augentropfen. Der Quick-Check ist kostenlos, die detaillierte Voruntersuchung kostet 150 Euro und wird bei einer Behandlung vollständig angerechnet.
Kostenlose Erstberatung vereinbaren: 0221 29798663 oder info@aumedica.de · Aumedica, Heumarkt 43, 50667 Köln
Häufige Fragen
Bis zu wie viel Dioptrien kann man eine Hornhautverkrümmung lasern?
Je nach Verfahren bis etwa 5 bis 6 Dioptrien. Entscheidend ist aber nicht die Zahl allein, sondern die verbleibende Hornhautdicke nach der Korrektur und die Frage, ob ein regelmäßiger oder ein unregelmäßiger Astigmatismus vorliegt.
Welches Verfahren ist bei Astigmatismus am besten?
Es gibt kein generell bestes Verfahren. Bei dünner Hornhaut oder Kontaktsport sprechen flapfreie Methoden wie SmartSurfACE dafür, bei hohem Anspruch an schnelle Seherholung die Femto-LASIK. Die Hornhauttopographie in der Voruntersuchung entscheidet.
Kommt die Hornhautverkrümmung nach dem Lasern zurück?
Die Formveränderung ist dauerhaft. Bei sehr hohen Ausgangswerten kann sich die Sehstärke über Monate leicht zurückverschieben, was als Regression bezeichnet wird. In diesem Fall ist eine Nachkorrektur möglich, sobald der Befund stabil ist.
Was ist der Unterschied zwischen Hornhautverkrümmung und Astigmatismus?
Keiner. Astigmatismus ist der medizinische Fachbegriff für die Hornhautverkrümmung. Beide Wörter bezeichnen dieselbe Fehlsichtigkeit.
Kann man Keratokonus lasern?
Eine klassische Laserkorrektur ist bei Keratokonus nicht geeignet, weil sie die ohnehin geschwächte Hornhaut weiter ausdünnen würde. Hier kommen andere Verfahren infrage, etwa eine Hornhautvernetzung. Deshalb schließt die Voruntersuchung einen Keratokonus gezielt aus.
Fazit
Hornhautverkrümmung lässt sich sehr gut durch Augenlasern korrigieren. Erfolgsquoten sind hoch.


