Weitsichtigkeit lasern: Alles über Augenlasern bei Hyperopie

Inhaltsverzeichnis

Eine Weitsichtigkeit lässt sich technisch lasern, die Korrektur ist aber anspruchsvoller als bei Kurzsichtigkeit und weniger stabil. Bei Aumedica behandeln wir eine reine Weitsichtigkeit deshalb nicht. Besteht zusätzlich eine deutliche Hornhautverkrümmung, ist eine Laserbehandlung möglich. Für alle anderen Fälle gibt es linsenbasierte Alternativen.

Warum Weitsichtigkeit schwerer zu lasern ist

Bei Kurzsichtigkeit flacht der Laser die Hornhautmitte ab. Das ist technisch einfach, weil er dort Gewebe abträgt, wo er ohnehin am besten arbeitet, und das Ergebnis ist über Jahre stabil.

Bei Weitsichtigkeit ist es umgekehrt: Die Hornhautmitte muss steiler werden. Erreicht wird das, indem der Laser ringförmig in der Peripherie Gewebe abträgt. Daraus ergeben sich drei Nachteile. Die behandelte Fläche ist größer, es wird mehr Gewebe verbraucht, und die Peripherie neigt stärker dazu, sich im Heilungsverlauf zurückzubilden. Fachlich heißt das Regression, praktisch bedeutet es, dass ein Teil der Korrektur über Monate wieder verloren gehen kann.

Hinzu kommt ein optischer Punkt: Bei der Hyperopiekorrektur ist die optische Zone kleiner, was bei weiten Pupillen zu stärkerer Blendung und Lichtringen bei Nacht führen kann.

Unsere Position bei Aumedica

Wir lasern eine reine Weitsichtigkeit nicht. Das ist eine bewusste Entscheidung und keine technische Einschränkung: Wir halten das Verhältnis aus Gewebeverbrauch, Stabilität des Ergebnisses und optischer Qualität bei reiner Hyperopie für ungünstig.

Möglich ist eine Laserbehandlung, wenn zusätzlich eine deutliche Hornhautverkrümmung besteht. In diesem Fall wird beides in einem gemeinsamen Abtragsprofil korrigiert, und der Nutzen rechtfertigt den Eingriff. Ob das auf Sie zutrifft, zeigt die Voruntersuchung.

Welche Alternativen es gibt

Für Menschen mit reiner Weitsichtigkeit kommen linsenbasierte Verfahren infrage. Bei einer implantierbaren Kontaktlinse wird eine zusätzliche Linse vor die natürliche Linse eingesetzt; die Hornhaut bleibt unverändert, und der Eingriff ist grundsätzlich rückgängig zu machen. Beim refraktiven Linsenaustausch wird die natürliche Linse durch eine Kunstlinse ersetzt, was besonders ab etwa dem 50. Lebensjahr sinnvoll sein kann, weil damit gleichzeitig die Alterssichtigkeit adressiert wird.

Weitsichtigkeit und Alterssichtigkeit sind nicht dasselbe

Diese Verwechslung ist verbreitet. Bei der Weitsichtigkeit ist der Augapfel im Verhältnis zur Brechkraft zu kurz, sie besteht oft von Geburt an und betrifft das Sehen in allen Entfernungen, auch wenn sie sich zuerst in der Nähe bemerkbar macht.

Die Alterssichtigkeit entsteht dagegen, weil die natürliche Linse mit den Jahren an Elastizität verliert und sich nicht mehr ausreichend auf die Nähe einstellen kann. Sie betrifft ab etwa dem 45. Lebensjahr praktisch alle Menschen, unabhängig davon, ob sie vorher kurz- oder weitsichtig waren. Eine Laserkorrektur der Fernsicht verhindert sie nicht.

Was Sie jetzt tun können

Wenn Sie weitsichtig sind und über eine Korrektur nachdenken, ist der sinnvolle erste Schritt eine Vermessung. Erst danach lässt sich sagen, ob bei Ihnen eine reine Hyperopie vorliegt oder eine Kombination, und welche Verfahren realistisch sind. Der Quick-Check bei uns kostet nichts und dauert etwa 30 Minuten.

Sollte sich zeigen, dass eine Laserbehandlung für Sie nicht sinnvoll ist, sagen wir Ihnen das. Eine ehrliche Absage ist ein besseres Ergebnis als ein Eingriff, der die Erwartungen nicht erfüllt.

Kostenlose Erstberatung vereinbaren: 0221 29798663 oder info@aumedica.de  ·  Aumedica, Heumarkt 43, 50667 Köln

Häufige Fragen

Kann man Weitsichtigkeit lasern?

Technisch ja, der Laser macht dabei die Hornhautmitte steiler statt flacher. Das Verfahren verbraucht jedoch mehr Gewebe und neigt stärker zur Rückbildung als die Korrektur einer Kurzsichtigkeit. Bei Aumedica lasern wir eine reine Weitsichtigkeit deshalb nicht.

Warum lasert Aumedica keine reine Weitsichtigkeit?

Weil das Verhältnis aus Gewebeverbrauch, Stabilität des Ergebnisses und optischer Qualität bei reiner Hyperopie ungünstiger ist als bei Kurzsichtigkeit. Besteht zusätzlich eine deutliche Hornhautverkrümmung, ist eine Behandlung dagegen möglich.

Welche Alternative gibt es bei Weitsichtigkeit?

Linsenbasierte Verfahren. Bei einer implantierbaren Kontaktlinse wird eine zusätzliche Linse eingesetzt, beim refraktiven Linsenaustausch die natürliche Linse ersetzt. Welche Option infrage kommt, hängt von Alter, Dioptrienwert und Augenbefund ab.

Ist Weitsichtigkeit dasselbe wie Alterssichtigkeit?

Nein. Weitsichtigkeit entsteht durch das Verhältnis von Augapfellänge und Brechkraft und besteht oft von Geburt an. Alterssichtigkeit entsteht, weil die natürliche Linse an Elastizität verliert, und betrifft ab etwa 45 Jahren praktisch alle Menschen.

Wie erfolgt die Hornhautkorrektur bei Weitsichtigkeit?

Die Laser-Technologie arbeitet umgekehrt wie bei Kurzsichtigkeit:

Bei Kurzsichtigkeit: Der Laser verflacht die Hornhaut.

Bei Weitsichtigkeit: Der Laser wölbt die Hornhaut stärker.

Das ist präziser und schwieriger, weil jeder Millimeter zählt.

Abweichungen (Fehlerhafte Ergebnisse)

Manchmal ist das Ergebnis nicht perfekt. Das kann passieren:

  • Unterkorrektur: Die Hornhaut wurde nicht stark genug gewölbt. Sie sehen noch leicht unscharf.
  • Überkorrektur: Die Hornhaut wurde zu stark gewölbt, und Sie sind leicht kurzsichtig.
  • Irreguläre Ablation: Ungleichmäßige Hornhaut-Bearbeitung führt zu Aberrationen (Halos, Glare).

Bei Aumedica werden solche Fälle durch Nachkorrekturen behoben.

Erfolgsquoten und Sicherheit

Studien zeigen: Die Erfolgsquote bei Weitsichtigkeit-Laserung ist hoch.

  • 95%+ erreichen eine Sehschärfe von 1,0 oder besser
  • 90%+ sind mit dem Ergebnis zufrieden
  • Schwerwiegende Komplikationen: Selten (unter 1%)

Typische Nebenwirkungen

  • Trockene Augen (2-6 Wochen)
  • Leichte Halos um Lichter (vor allem nachts, verschwinden meist)
  • Kurzzeitige Überempfindlichkeit gegen Licht

Diese sind meist vorübergehend.

Voraussetzungen für Augenlasern bei Weitsichtigkeit

Du kommst für Weitsichtigkeit-Laserung in Frage, wenn:

  • Deine Sehstärke seit mindestens 1 Jahr stabil ist
  • Du zwischen 21 und 65 Jahren alt bist
  • Keine Augenerkrankungen hast (Katarakt, Glaukom, Netzhautprobleme)
  • Deine Hornhaut dick genug ist (mindestens 450 µm)
  • Keine Schwangerschaft (verschiebt die Sehstärke)
  • Kein Diabetes oder Autoimmunerkrankungen

Augenlasern bei Weitsichtigkeit: Aumedica Prozess

Bei Aumedica läuft es so ab:

  1. Kostenlose Diagnostik: Wir prüfen deine Augen mit modernster Technologie. Wir messen:
  • Hornhautdicke
  • Hornhautform
  • Augeninnendruck
  • Refraktive Parameter
 
  1. Individuelle Planung: Wir berechnen die exakte Laser-Einstellung für deinen Fall.
  2. Die Operation: Das Verfahren (LASIK, SMILE oder SmartSurfACE) wird gewählt, das für dich passt.
  3. Nachsorge: Du erhältst regelmäßige Kontrollen in den ersten Wochen und Monaten.
  4. Nachkorrekturen: Falls nötig, korrigieren wir später kostenlos nach.

Fazit

Weitsichtigkeit zu lasern ist ein etabliertes und sicheres Verfahren. Mit modernen Technologien können wir fast alle Grade von Hyperopie korrigieren.
Der Schlüssel liegt in der genauen Voruntersuchung und der Wahl des richtigen Verfahrens. Bei Aumedica profitierst du von 40.000+ erfolgreichen Augen-Operationen und Technologie, die speziell für deutsche Augen optimiert ist.
Lass dich beraten: Buche deine kostenlose Voruntersuchung und erfahre, wie du wieder scharf siehst — nah und fern.

Über den Autor

Dr. med. Kadir Kocadag

Autor

Dr. med. Kadir Kocadag

Augenlaserchirurgie · Solingen & Köln

Dr. med. K. Kocadag ist Facharzt für Augenheilkunde und Experte für moderne Augenlaserchirurgie. Sein Medizinstudium absolvierte er an der Universität Duisburg-Essen, die fachärztliche Ausbildung an der Universitätsaugenklinik Essen. Seine Schwerpunkte liegen in der Behandlung von Makula- und Netzhauterkrankungen sowie in der refraktiven Chirurgie.

Seit 2015 ist Dr. Kocadag in Solingen und Köln niedergelassen und zudem als Konsiliararzt im Städtischen Klinikum Solingen tätig.

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