Was ist PRK und was ist LASEK?

Die photorefraktive Keratektomie, kurz PRK, ist das älteste Augenlaserverfahren überhaupt und wird seit den späten 1980er Jahren eingesetzt. Der Operateur entfernt das Epithel, die oberste Zellschicht der Hornhaut, und der Excimerlaser formt anschließend das darunterliegende Gewebe neu. Das Epithel wächst innerhalb weniger Tage von selbst wieder nach.

 

Die LASEK ist eine Weiterentwicklung. Hier wird das Epithel mit einer verdünnten Alkohollösung gelöst, zur Seite geschoben und nach der Laserkorrektur wieder zurückgelegt. Es dient dann als körpereigene Abdeckung der behandelten Fläche.

 

Gemeinsam ist beiden Verfahren, dass keine Lamelle geschnitten wird. Es gibt also keinen Flap, der sich verschieben kann, und keine Grenzfläche, die dauerhaft in der Hornhaut bleibt. Genau das macht die Oberflächenverfahren für bestimmte Augen und bestimmte Lebenssituationen zur besseren Wahl.

PRK und LASEK im direkten Vergleich

Kriterium

PRK

LASEK

Umgang mit dem Epithel

wird vollständig entfernt

wird gelöst und zurückgelegt

Hilfsmittel

Spatel oder Bürste

verdünnte Alkohollösung

Verbandlinse

3 bis 5 Tage

3 bis 5 Tage

Beschwerden in den ersten Tagen

deutlich spürbar

tendenziell etwas geringer

Epithelheilung

3 bis 5 Tage

3 bis 5 Tage

Stabile Sehschärfe

nach 2 bis 6 Wochen

nach 2 bis 6 Wochen

Eignung bei dünner Hornhaut

sehr gut

sehr gut

 

Welche der beiden Varianten im Einzelfall besser passt, entscheidet sich nach der Voruntersuchung. Bei Aumedica ist das Standardverfahren an der Oberfläche allerdings SmartSurfACE, eine berührungsfreie Weiterentwicklung, bei der auch das Epithel vom Laser abgetragen wird. Dazu weiter unten mehr.

Ablauf der Behandlung Schritt für Schritt

  1. Voruntersuchung. Hornhauttopographie und Tomographie, Refraktionsbestimmung, Netzhautuntersuchung, Tränenfilmanalyse und Pupillenmessung. Erst danach steht fest, welches Verfahren infrage kommt.
  2. Betäubung. Augentropfen betäuben die Hornhautoberfläche. Der Eingriff erfolgt ambulant, ohne Spritze und ohne Narkose.
  3. Epithelabtragung. Bei der PRK wird das Epithel mechanisch entfernt, bei der LASEK mit Alkohollösung gelöst und verschoben. Dieser Schritt dauert unter einer Minute.
  4. Laserkorrektur. Der Excimerlaser trägt Gewebe ab und formt die Hornhaut. Bei üblichen Korrekturwerten dauert das wenige Sekunden bis etwa eine Minute pro Auge.
  5. Verbandlinse. Eine weiche therapeutische Kontaktlinse schützt die Wundfläche, bis das Epithel geschlossen ist. Sie bleibt drei bis fünf Tage im Auge.
  6. Nachkontrollen. Erste Kontrolle am Folgetag, danach Kontrolle beim Entfernen der Verbandlinse und weitere Termine über zwölf Monate.

Ablauf der Behandlung bei Aumedica

  • Detaillierte Voruntersuchung
    Wir messen Ihre Augen hochpräzise und analysieren, ob PRK oder LASEK optimal für Sie geeignet ist.
  • Augenlasern
    Unter lokaler Betäubung wird das Epithel entfernt oder zur Seite geschoben, dann modelliert der Excimer-Laser die Hornhaut. Anschließend wird eine therapeutische Kontaktlinse eingesetzt.
  • Heilung & Nachsorge
    Die Heilung dauert etwas länger als bei LASIK (ca. 3–7 Tage), ist aber gut steuerbar. Wir betreuen Sie engmaschig und begleiten Sie sicher durch den Heilungsprozess.
  •  

Heilungsverlauf Tag für Tag

Die Heilung ist der Punkt, an dem sich die Oberflächenverfahren spürbar von der LASIK unterscheiden. Wer das vorher weiß, kommt deutlich besser durch die erste Woche.

Zeitraum

Sehen

Beschwerden

Tag 0, direkt danach

verschwommen, wie durch Milchglas

Druckgefühl, beginnendes Brennen

Tag 1 bis 3

schwankend, meist schlechter als am OP-Tag

die unangenehmste Phase: Brennen, Tränen, starke Lichtempfindlichkeit

Tag 4 bis 5

wird klarer, sobald das Epithel geschlossen ist

deutliche Besserung, Verbandlinse wird entfernt

Woche 2

alltagstauglich, Lesen und Bildschirmarbeit möglich

gelegentlich trockene Augen

Woche 3 bis 6

Sehschärfe stabilisiert sich weiter

geringe Restbeschwerden

Monat 3 bis 6

Endergebnis in der Regel erreicht

in der Regel beschwerdefrei

 

Rechnen Sie mit etwa einer Woche Ausfallzeit. Das ist der wichtigste praktische Unterschied zur LASIK, bei der viele schon am Folgetag wieder arbeiten. Wer beruflich nicht eine Woche pausieren kann, sollte das in der Beratung ansprechen.

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Was kosten PRK und LASEK?

Bei Aumedica gilt für die Laserbehandlung ein Festpreis von 1.800 Euro pro Auge, unabhängig vom gewählten Verfahren. Voruntersuchung, Eingriff, alle Nachkontrollen über zwölf Monate und die postoperativen Augentropfen sind enthalten.

Leistung

Preis

Quick-Check zur ersten Einschätzung

0 Euro

Detaillierte Voruntersuchung

150 Euro, bei Behandlung vollständig angerechnet

Laserbehandlung inklusive Nachsorge

1.800 Euro pro Auge

Beide Augen

3.600 Euro

 

Zum Vergleich: Große Anbieter in Deutschland rechnen bei PRK und LASEK üblicherweise nach GOÄ ab und weisen Beträge in ähnlicher Größenordnung pro Auge aus, häufig zuzüglich separater Posten für Voruntersuchung oder Nachsorge. Achten Sie beim Preisvergleich darauf, welche Leistungen enthalten sind.

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt eine refraktive Laserbehandlung im Regelfall nicht. Bei privaten Versicherungen hängt die Erstattung vom Tarif und häufig von der Höhe der Fehlsichtigkeit ab. Wir erstellen Ihnen auf Wunsch einen Kostenvoranschlag nach GOÄ zur Vorlage bei Ihrer Versicherung. Steuerlich lassen sich die Kosten unter Umständen als außergewöhnliche Belastung ansetzen.

Risiken und Nachteile ehrlich erklärt

  • Schmerzen in den ersten Tagen. Es entsteht eine echte Wundfläche auf der Hornhaut. Die Beschwerden sind deutlich stärker als nach einer LASIK und dauern zwei bis drei Tage. Schmerzmittel und Tropfenplan bekommen Sie mit.
  • Längere Ausfallzeit. Etwa eine Woche, bis das Sehen wieder alltagstauglich ist, und mehrere Wochen bis zur stabilen Sehschärfe.
  • Haze. Eine feine Hornhauttrübung, die vor allem bei höheren Korrekturwerten auftreten kann. Sie bildet sich meist zurück und wird durch Nachsorgetropfen sowie konsequenten UV-Schutz vermieden.
  • Blendempfindlichkeit. Besonders in den ersten Wochen und bei höherer Ausgangsfehlsichtigkeit.
  • Über- oder Unterkorrektur. Eine Nachkorrektur ist bei Oberflächenverfahren gut möglich, weil kein Flap wieder angehoben werden muss.

Tragen Sie in den ersten Monaten konsequent eine Sonnenbrille. UV-Belastung ist der wichtigste beeinflussbare Faktor für die Haze-Bildung.

Was Sie selbst zur Heilung beitragen können

Bei Oberflächenverfahren hat das eigene Verhalten in den ersten Wochen mehr Einfluss auf das Ergebnis als bei der LASIK, weil eine offene Wundfläche heilen muss. Diese Punkte sind die wichtigsten.

  • Tropfenplan einhalten. Die entzündungshemmenden und befeuchtenden Tropfen wirken nur, wenn sie regelmäßig ankommen. Stellen Sie sich für die ersten Tage einen Wecker.
  • Nicht reiben. Der stärkste Reflex in den ersten Tagen ist genau der falsche. Bei Juckreiz hilft ein befeuchtender Tropfen, nicht der Handrücken.
  • Sonnenbrille tragen. UV-Licht ist der wichtigste beeinflussbare Faktor für eine Hornhauttrübung. Tragen Sie draußen konsequent eine Sonnenbrille mit UV-Schutz, auch an bewölkten Tagen und mindestens über die ersten Monate.
  • Bildschirmarbeit dosieren. Beim konzentrierten Blick auf einen Monitor sinkt die Blinzelfrequenz deutlich. Legen Sie in den ersten Wochen regelmäßig Pausen ein und befeuchten Sie zwischendurch.
  • Wasser meiden. Kein Schwimmbad, keine Sauna und kein Whirlpool in den ersten zwei Wochen. Beim Duschen den direkten Strahl vom Gesicht fernhalten.
  • Kontrolltermine wahrnehmen. Auch wenn alles gut aussieht. Eine beginnende Entzündung bemerkt man an der Spaltlampe früher als im Alltag.

Melden Sie sich sofort, wenn die Schmerzen nach dem dritten Tag wieder zunehmen, das Sehen plötzlich schlechter wird oder das Auge stark rötet. Das sind die Warnzeichen, bei denen wir Sie kurzfristig sehen wollen.

Für wen sind PRK und LASEK geeignet?

Die Oberflächenverfahren sind oft die bessere Wahl bei dünner Hornhaut, bei Kampfsport, Kontaktsport oder Berufen mit Schlagrisiko am Auge, etwa bei Polizei und Feuerwehr, sowie bei Menschen, die eine flapfreie Methode bevorzugen. Behandelt werden Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Eine reine Weitsichtigkeit lasern wir bei Aumedica nicht.

Voraussetzung ist eine seit mindestens einem Jahr stabile Sehstärke und ein Mindestalter von 18 Jahren. Nicht behandelt wird bei Keratokonus, akuten Augenerkrankungen, in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei Autoimmunerkrankungen, die die Wundheilung beeinträchtigen.

PRK, LASEK, Trans-PRK und SmartSurfACE

Alle vier gehören zur selben Familie der Oberflächenverfahren, unterscheiden sich aber darin, wie das Epithel entfernt wird.

Verfahren

Epithelentfernung

Instrumentenkontakt

PRK

mechanisch mit Spatel oder Bürste

ja

LASEK

mit Alkohollösung gelöst und verschoben

ja

Trans-PRK

vollständig mit dem Excimerlaser

nein

SmartSurfACE

Trans-PRK mit 6D-Eye-Tracker, rund 10 Sekunden Laserzeit

nein

 

SmartSurfACE ist bei Aumedica das Standardverfahren an der Oberfläche. Der Laser übernimmt beide Schritte in einem Durchgang, das Auge wird zu keinem Zeitpunkt mechanisch berührt, und es ist kein Saugring nötig. Ob im Einzelfall SmartSurfACE, PRK oder LASEK sinnvoll ist, klären wir nach der Vermessung.

PRK und LASEK in Köln bei Aumedica

Unser Augenlaserzentrum liegt am Heumarkt in Köln, zwei Minuten von der KVB-Haltestelle. Aumedica ist aus einem seit 15 Jahren bestehenden Augenzentrum mit Standorten in Köln und Solingen hervorgegangen, in dem über 40.000 Augenoperationen durchgeführt wurden. Wir gehören zu keiner Kette, deshalb hängt die Methodenempfehlung nicht davon ab, welches Gerät gerade ausgelastet werden muss.

Kostenlose Erstberatung vereinbaren: 0221 29798663 oder info@aumedica.de