LASIK vs. LASEK – Was ist der Unterschied und welche Methode ist die richtige?

Inhaltsverzeichnis

LASIK und LASEK sind beide bewährte Methoden zur Laserkorrektur von Sehfehlern – und werden von Patienten oft verwechselt. Die Namen klingen ähnlich, der Eingriff unterscheidet sich aber grundlegend. LASIK arbeitet mit einer Hornhautlamelle, LASEK ohne. Dieser Unterschied bestimmt, für wen welches Verfahren geeignet ist, wie die Heilung verläuft und welche Risiken bestehen.

Wer sich zwischen LASIK und LASEK entscheiden muss, braucht keine pauschale Antwort – sondern eine klare Erklärung, was die Verfahren trennt und was das für die eigene Situation bedeutet.

Was ist LASIK? Ablauf und Funktionsweise

LASIK steht für Laser-In-Situ-Keratomileusis. Das Verfahren läuft in zwei Schritten ab: Zuerst erzeugt ein Femtosekundenlaser eine dünne Hornhautlamelle, den sogenannten Flap. Dieser wird aufgeklappt, der Excimer-Laser korrigiert das darunter liegende Hornhautgewebe, dann wird der Flap zurückgelegt – ohne Nähte, nur durch natürliche Haftung.

Weil die Hornhautoberfläche durch den Flap geschützt bleibt, ist die Heilung nach LASIK schnell. Schmerzen sind gering, und viele Patienten sehen am nächsten Tag bereits sehr gut. Die Rückkehr zu normalen Aktivitäten ist meist innerhalb von zwei bis drei Tagen möglich.

Was ist LASEK? Ablauf und Besonderheiten

LASEK steht für Laser-Epitheliale Keratomileusis. Bei LASEK wird keine Hornhautlamelle erzeugt. Stattdessen wird das Hornhautepithel – die oberste, wenige Zellen dicke Schicht – mit einem Alkohol-Gemisch gelockert und zur Seite geschoben. Danach korrigiert der Excimer-Laser die darunterliegende Hornhaut. Das Epithel wird anschließend wieder zurückgelegt und mit einer Verbandslinse fixiert.

LASEK ist eng mit PRK verwandt. Der wesentliche Unterschied: Bei PRK wird das Epithel vollständig entfernt, bei LASEK wird es aufbewahrt und nach dem Lasern zurückgelegt. In der Praxis unterscheiden sich beide Methoden kaum im Ergebnis, und viele Kliniken verwenden den Begriff LASEK und PRK beinahe synonym.

Eine Weiterentwicklung ist die Trans-PRK, bei der Epithel und Hornhautkorrektur in einem einzigen Schritt durch den Laser erfolgen – ohne jeglichen Instrumentenkontakt am Auge. Aumedica bietet diese Methode als SmartSurface an. Mehr dazu auf der SmartSurface-Seite bei Aumedica.

Der direkte Vergleich: LASIK vs. LASEK

Operationsablauf

Bei LASIK wird mit zwei Lasern gearbeitet: Femtosekundenlaser für den Flap, Excimer-Laser für die Korrektur. Bei LASEK reicht ein Excimer-Laser, da kein Flap erzeugt wird. Dafür ist die Vorbereitung mit dem Alkohol-Gemisch ein zusätzlicher Schritt.

Heilungszeit

LASIK: Sehvermögen verbessert sich innerhalb von Stunden bis einem Tag deutlich. Volle Stabilisierung nach zwei bis vier Wochen.

LASEK: Das Epithel braucht drei bis fünf Tage, um zu heilen. In dieser Zeit ist das Sehen eingeschränkt und die Augen empfindlicher. Stabile Sehschärfe nach zwei bis drei Monaten.

Geeignete Patienten

LASIK eignet sich für Patienten mit ausreichend dicker Hornhaut und normalem Hornhautprofil. Patienten mit dünner Hornhaut, flacher Hornhaut oder erhöhtem Verletzungsrisiko (Kampfsport, körperlich belastende Berufe) sind mit LASEK oder PRK besser beraten, weil kein Flap entsteht.

Risiken und Nebenwirkungen

LASIK hat das flap-spezifische Risiko: Eine Verschiebung oder Faltung des Flaps ist zwar selten, aber möglich – auch noch Jahre nach dem Eingriff. LASEK trägt dieses Risiko nicht.

Trockene Augen treten nach LASIK häufiger auf als nach LASEK, weil mehr Hornhautnerven durchtrennt werden. Wer bereits vor der OP zu trockenen Augen neigt, ist mit LASEK in der Regel besser bedient.

Wann empfiehlt man LASEK statt LASIK?

LASEK wird bevorzugt in diesen Situationen:

Dünne Hornhaut: Wer für LASIK zu wenig Hornhautdicke mitbringt, kann mit LASEK oder PRK trotzdem behandelt werden. Das Epithel wächst nach, das Stroma bleibt dicker erhalten.

Aktive Sportler und Berufe mit Augenrisiko: Polizisten, Feuerwehrleute, Kampfsportler und Militärangehörige werden häufig zu LASEK oder PRK geraten, weil ohne Flap keine dauerhafte strukturelle Schwachstelle entsteht. Welche Voraussetzungen für den Eingriff insgesamt gelten, erklärt die Aumedica-Seite zu den Eignungsvoraussetzungen.

Trockene Augen vor der OP: LASEK schont die Hornhautnerven mehr als LASIK und ist für Patienten mit Trockenaugentendenz verträglicher.

Was kostet LASIK, was kostet LASEK?

Die Kosten für LASIK und LASEK unterscheiden sich je nach Klinik und Dioptrienstärke. In vielen Einrichtungen ist LASIK teurer, weil die Femtosekundenlaser-Technologie aufwändiger ist. LASEK erfordert weniger Geräte, kann aber wegen längerer Nachsorge ebenfalls Mehrkosten verursachen.

Eine aktuelle Preisübersicht für beide Methoden findet sich auf der Seite zu Augenlasern Kosten bei Aumedica.

FAQ

Ist LASEK schmerzhafter als LASIK?

Ja, LASEK ist in den ersten Tagen nach der Operation unangenehmer als LASIK. Das liegt daran, dass das Hornhautepithel entfernt oder verschoben wird und die darunter liegende Hornhautfläche empfindlicher reagiert. Mit einer Verbandslinse und entzündungshemmenden Augentropfen ist diese Phase gut beherrschbar. LASIK verursacht kaum Schmerzen; das Fremdkörpergefühl klingt in den meisten Fällen innerhalb einiger Stunden ab.

Kann man nach LASEK erneut operiert werden?

Nachkorrekturen nach LASEK sind möglich, sofern noch ausreichend Hornhautgewebe vorhanden ist. Das ist dieselbe Bedingung wie nach LASIK oder PRK. Ob eine Nachkorrektur sinnvoll ist, wird in einem Kontrolltermin beurteilt, bei dem die aktuelle Hornhautdicke und die Restfehlsichtigkeit gemessen werden.

Was ist der Unterschied zwischen LASEK und PRK?

Der wesentliche Unterschied: Bei PRK wird das Hornhautepithel vollständig abgetragen, bei LASEK wird es chemisch gelockert, zur Seite geschoben und nach dem Laser wieder zurückgelegt. In der Praxis sind die Ergebnisse beider Methoden sehr ähnlich. Heute wird häufig Trans-PRK angewendet, bei der der Laser Epithel und Korrektur in einem einzigen Schritt durchführt.

Für wen ist LASEK am besten geeignet?

LASEK ist besonders geeignet für Patienten mit dünner Hornhaut, die für LASIK nicht in Frage kommen, für Personen in körperlich aktiven Berufen mit erhöhtem Augen-Verletzungsrisiko sowie für Patienten, die bereits unter trockenen Augen leiden. Die genaue Eignung lässt sich nur durch eine ausführliche Voruntersuchung bestimmen.

Fazit: Welche Methode sollten Sie wählen?

LASIK ist das schnellere Verfahren mit kürzerer Ausfallzeit und weniger Schmerzen. Für geeignete Patienten ist es die komfortablere Wahl. LASEK ist die sichere Alternative für alle, deren Hornhaut für LASIK nicht ideal ist – sei es wegen der Dicke, des Profils oder einer Trockenaugensymptomatik.

Die Entscheidung trifft keine Methode allein, sondern die Hornhautmessung. Wer die Voruntersuchung durchgeführt hat, bekommt eine klare Empfehlung – und nicht vorher.

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