Smart Surf beziehungsweise No Touch Laser im Vergleich

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SmartSURF ist eine moderne Weiterentwicklung des Laser-Verfahrens, das auf Deutsch oft „No-Touch Laser“ oder „Trans-PRK“ genannt wird. Das Besondere: Es berührt die Hornhaut kein Messer und keine mechanische Klinge. Alles wird ausschließlich mit dem Laser bearbeitet – präzise, sanft und ohne Druck.

Um das zu verstehen, hilft ein Blick auf die älteren Verfahren. Bei LASIK erzeugt ein Femtosekunden-Laser einen dünnen Flap (eine Schicht) in der Hornhaut, dieser Flap wird mechanisch weggeklappt, und darunter wird die Hornhaut mit einem Excimer-Laser neu geformt. Der Vorteil: schnelle Heilung. Der Nachteil: Bei sehr dünner Hornhaut risky, und manche Patienten bekommen später trockene Augen oder instabile Sicht.

Smart Surf beziehungsweise No Touch Laser im Vergleich

Was ist SmartSURF? Berührungslose Laserbearbeitung erklärt

Klassische PRK funktioniert anders. Hier wird die oberste Schicht (das Epithel) mechanisch oder mit Alkohol abgetragen, danach folgt der Excimer-Laser direkt auf der Hornhautoberfläche. Heilung dauert Wochen statt Tage, aber die Hornhaut wird weniger belastet.

SmartSURF kombiniert das Beste: Der Excimer-Laser trägt sanft das Epithel ab – berührungslos – und gleich danach wird die darunter liegende Hornhaut gelasert. Das ganze geschieht in einem Arbeitsgang, mit höchster Präzision und völlig ohne mechanischen Kontakt. Das System „sieht“ die Hornhaut mit spezieller Technologie und passt den Laser tausendstelsekündlich an Augenbewegungen an.

SmartSURF vs. LASIK: Der wichtigste Unterschied

LASIK ist schneller und etablierter – das sind Fakten. Die meisten Augenlaser-Patienten weltweit bekommen LASIK. Aber LASIK hat die Flap-Problematik: Bei etwa 0,5 bis 1 Prozent der Patienten verrutscht der Flap später, oder es entstehen Falten. Auch die Hornhaut-Biomechanik wird durch das Flap verändert – die Hornhaut wird etwas instabiler. SmartSURF bewahrt die native Hornhaut-Struktur vollständig, weil nichts abgehoben wird. Das ist für Menschen mit dünner Hornhaut ein großer Vorteil.

SmartSURF vs. SMILE: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

SMILE funktioniert auch sehr sanft und ohne Flap, aber mit nur einem Laser, der ein kleines Lentikel (eine Scheibchen) erzeugt, das dann manuell herausgenommen wird. SmartSURF erzeugt kein separates Lentikel – alles wird direkt gelasert. SMILE ist etwas schneller in der Heilung als SmartSURF und hat minimal weniger Reizzustände danach. SmartSURF ist präziser und erlaubt mehr Feinkorrektionen. Beide sind ausgezeichnete Verfahren; welches passt besser, hängt von der individuellen Situation ab.

Für wen ist SmartSURF besonders geeignet?

Patienten mit dünner Hornhaut profitieren stark. Patienten, die Kontaktsportarten betreiben (Boxen, Kampfsport, Wasser-Polo) und bei denen ein Flap-Verrutschen problematisch wäre. Patienten mit höheren Fehlsichtigkeiten, weil SmartSURF hier präziser arbeiten kann. Patienten, die wissen, dass ihre Hornhaut besonders sensibel ist oder bei denen frühere Augen-Operationen stattgefunden haben.

Heilungsverlauf bei SmartSURF: Was ist anders?

Nach SmartSURF ist die erste Woche etwas unangenehmer als nach LASIK: Das Auge tränt mehr, ist gereizt und lichtempfindlich. Das liegt daran, dass das Epithel sich regeneriert. Augentropfen sind essentiell. Nach etwa einer Woche klingt das meiste ab. Nach zwei bis vier Wochen ist die Sehkraft deutlich besser. Nach drei Monaten hat sich alles stabilisiert.

Im Vergleich zu LASIK sind das zwei bis dreimal längere Heilung – aber immer noch deutlich schneller als bei klassischer PRK. Die Sicht stabilisiert sich dann aber häufig schneller als bei PRK und bleibt langfristig stabiler als nach LASIK.

Erfolgschancen und Studienlage: Was sagt die Wissenschaft?

Die Erfolgsquoten sind ausgezeichnet. Studien zeigen, dass 90-95 Prozent der Patienten danach eine Sehkraft von 1,0 oder besser erreichen. Restfehler, die eine Nachbehandlung brauchen, treten bei etwa 5-10 Prozent auf – nicht höher als bei LASIK. Die langfristigen Ergebnisse sind stabil, und die Hornhaut-Stabilität bleibt über Jahre erhalten.

SmartSURF/Trans-PRK ist relativ neu in Deutschland, aber weltweit gibt es inzwischen hunderte Studien. Die Europäische und die deutsche Fachgesellschaft (DOG – Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft) anerkennen SmartSURF als etabliertes Verfahren mit sehr guter Evidenz. Publikationen in hochrangigen Journalen zeigen keine erhöhte Komplikationsrate im Vergleich zu LASIK, sondern eher das Gegenteil: bessere Stabilität, weniger Flap-bezogene Probleme.

Vergleichstabelle der vier Hauptverfahren

Verfahren

Heilung

Hornhaut-Belastung

Für dünne Hornhaut

Patientenzufriedenheit

Femto-LASIK

3-7 Tage

Mittel (Flap)

Bedingt

Sehr hoch

SMILE

1-2 Wochen

Sehr gering

Gut

Sehr hoch

PRK/LASEK

4-8 Wochen

Gering

Ja

Hoch

SmartSURF

2-4 Wochen

Sehr gering

Ja

Sehr hoch

Der operative Ablauf bei SmartSURF

Smart Surf Laser

Der Patient sitzt, das Auge wird mit Tropfen betäubt, ein Halterungssystem stabilisiert das Auge sanft. Der Laser wird programmiert. Dann lädt der Arzt das richtige Programm basierend auf den Voruntersuchungen. Der Laser startet, trägt das Epithel ab (dauert wenige Sekunden), und sofort folgt die Laserbearbeitung der inneren Hornhaut (weitere 30-60 Sekunden je nach Fehlsichtigkeit). Das ganze dauert insgesamt weniger als 3 Minuten. Der Patient verspürt keinen Schmerz, nur Druck und manchmal einen eigenartigen Geruch.

Nebenwirkungen und Risiken: Wie selten sind sie wirklich?

Wie bei jedem invasiven Verfahren: Sehr selten (unter 1 Prozent) kann es zu Infektionen kommen – daher die antibiotischen Tropfen in den Wochen danach. Trockene Augen sind häufiger (20-30 Prozent bemerken das in den ersten Monaten), klingen aber meist ab. Halos und Glare rund um Lichtquellen sind in den ersten Wochen normal, verschwinden aber. Unter-/ oder Überkorrektur kommt bei etwa 5 Prozent vor und kann mit einer Nachbehandlung korrigiert werden. Sehr, sehr selten (unter 0,1 Prozent) gibt es zyklopische oder irregulär astigmatische Ergebnisse – aber dann stehen Optionen wie Kontaktlinsen oder weitere Laser-Korrektionen zur Verfügung.

Wie entscheide ich mich zwischen den Verfahren?

Das wichtigste Kriterium ist Ihre Hornhautdicke. Unter 500 Mikrometer: SmartSURF oder SMILE sind erste Wahl. Über 500 Mikrometer: LASIK ist schneller und genauso sicher. Zwischen 480 und 520: beide Optionen sind möglich, persönliche Präferenz entscheidet. Dazu kommt Ihre Lebenssituation: Brauchen Sie die Augen in der ersten Woche nach der Operation? LASIK. Können Sie eine Woche Einschränkung verkraften? SmartSURF ist für Langzeitqualität vielleicht besser. Haben Sie Kontaktsport? SmartSURF. Haben Sie bereits PRK und möchten ähnliches nicht nochmal? SMILE oder LASIK.

aumedica’s Erfahrung mit SmartSURF und Trans-PRK

aumedica hat jahrelange Erfahrung mit SmartSURF und arbeitet mit den modernsten Laser-Systemen. Unser Ärzte-Team prüft in einer ausführlichen Voruntersuchung, welches Verfahren für Sie optimal ist. Dabei geht es nicht um Marketing für ein Verfahren – es geht darum, Ihnen die beste Langzeit-Sicht zu geben. Lesen Sie mehr über unsere SmartSURF-Methode und erfahren Sie, warum immer mehr Patienten sich für diese moderne Technik entscheiden.

Der nächste Schritt: Untersuchung und Beratung

Vereinbaren Sie einen Termin für eine kostenlose Beratung und Untersuchung. So sehen Sie die Ergebnisse unserer früheren Patienten, können in Ruhe alle Fragen stellen und erfahren, welches Verfahren wirklich zu Ihnen passt. Kontakt & Terminvergabe.

Häufig gestellte Fragen zu SmartSURF

Ist SmartSURF genauso wirksam wie LASIK?

Ja, die Wirksamkeit ist vergleichbar. Studien zeigen sogar, dass SmartSURF langfristig stabiler und vorhersehbarer ist – besonders bei Patienten mit sehr dünner Hornhaut.

Warum ist SmartSURF günstiger/teurer als LASIK?

Beide Verfahren verwenden vergleichbar teure Technologie. Die Kosten hängen oft vom Zentrum und den individuellen Leistungen ab, nicht davon, ob LASIK oder SmartSURF gewählt wird.

Kann ich SmartSURF später wiederholen, wenn die Sicht wieder schlechter wird?

Ja, wiederholte Laserbehandlungen sind möglich, aber selten nötig. Die Langzeitstabilität von SmartSURF ist sehr hoch. Falls eine Nachbehandlung sinnvoll ist, kann diese durchgeführt werden.

Muss ich nach SmartSURF immer eine Brille tragen?

Das ist von Ihrer Ausgangssituation und dem Ergebnis abhängig. Die meisten Patienten erreichen eine Sehstärke von 1,0 oder besser. Mit zunehmendem Alter kann eine Lesebrille nötig sein (Presbyopie), das ist normal.

Kann ich nach SmartSURF schwimmen und Sport machen?

Die erste Woche sollten Sie chloriertes Wasser meiden. Nach 2 Wochen können Sie leichten Sport wieder aufnehmen, nach 4 Wochen ist normalerweise Kontaktsport wieder möglich – aber immer unter Berücksichtigung der individuellen Heilung.

Weitere Informationen zu den verschiedenen Methoden: Alle Augenlaser-Methoden im Überblick | Häufig gestellte Fragen

Über den Autor

Dr. med. Kadir Kocadag

Autor & Facharzt

Dr. med. Kadir Kocadag

Facharzt für Augenheilkunde · Augenlaserchirurgie · Solingen & Köln

Dr. med. K. Kocadag ist Facharzt für Augenheilkunde und Experte für moderne Augenlaserchirurgie. Sein Medizinstudium absolvierte er an der Universität Duisburg-Essen, die fachärztliche Ausbildung an der Universitätsaugenklinik Essen. Seine Schwerpunkte liegen in der Behandlung von Makula- und Netzhauterkrankungen sowie in der refraktiven Chirurgie.

Seit 2015 ist Dr. Kocadag in Solingen und Köln niedergelassen und zudem als Konsiliararzt im Städtischen Klinikum Solingen tätig.

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