Eine falsche Brille macht sich meist durch Kopfschmerzen, Schwindel, müde Augen oder unscharfes Sehen bemerkbar. Ursache kann eine falsche Stärke sein, eine falsch eingestellte Achse bei Hornhautverkrümmung oder eine schlecht zentrierte Fassung. Nicht jede neue Brille, die anfangs ungewohnt ist, ist aber falsch. Hier erfahren Sie, wie Sie den Unterschied erkennen.
Woran erkennt man eine falsche Brille? Die typischen Symptome
- Kopfschmerzen, oft an der Stirn oder hinter den Augen
- Schwindel oder ein unsicheres Gefühl beim Gehen und Treppensteigen
- Verschwommenes oder verzerrtes Sehen trotz Brille
- Müde, brennende Augen schon nach kurzer Zeit
- Gegenstände wirken schief, gekrümmt oder zu groß beziehungsweise zu klein
- Übelkeit, vor allem bei Bewegung
Halten diese Beschwerden länger als zwei Wochen an oder werden sie stärker, sollte die Brille überprüft werden. Kopfschmerzen hinter den Augen haben allerdings viele mögliche Ursachen, die wir im Beitrag Kopfschmerzen hinter den Augen erklären.
Falsche Sehstärke, falsche Achse, falsche Zentrierung
Falsche Sehstärke
Ist die Brille zu stark oder zu schwach, muss das Auge ständig nachregeln. Eine zu starke Minusbrille bei Kurzsichtigkeit strengt beim Lesen besonders an. Auch ein deutlich unterschiedlicher Wert zwischen beiden Augen kann Probleme machen.
Falsche Achse
Bei einer Hornhautverkrümmung muss die Zylinderkorrektur im richtigen Winkel stehen. Im Brillenpass steht dieser Wert als Achse (A) in Grad. Liegt die Achse nur wenige Grad daneben, wirkt das Sehen verzerrt, und Kopfschmerzen sowie Schwindel sind häufig. Besonders empfindlich reagieren Menschen mit schräger Achse, der sogenannten Winkelfehlsichtigkeit.
Falsche Zentrierung
Der optische Mittelpunkt jedes Glases muss genau vor der Pupille liegen. Stimmt der Pupillenabstand nicht oder sitzt die Fassung schief, schaut man durch den Rand des Glases. Das kann zu Doppelbildern und Augenbelastung führen.
Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit durch die Brille
Das Gehirn versucht, die Abweichung auszugleichen. Die Augenmuskeln arbeiten dabei dauerhaft gegen die falsche Korrektur. Das führt zu Spannungskopfschmerz, und weil Augen und Gleichgewichtssinn eng zusammenarbeiten, auch zu Schwindel oder Übelkeit. Bei manchen Menschen können visuelle Belastungen auch eine Augenmigräne begünstigen.
Eingewöhnung oder Fehler? Wie lange eine neue Brille Beschwerden machen darf
Eine neue Brille braucht oft ein paar Tage Eingewöhnung, besonders wenn sich die Werte deutlich geändert haben oder eine Hornhautverkrümmung erstmals korrigiert wird. Bei Gleitsichtbrillen kann die Umstellung länger dauern.
| Situation | Normal | Prüfen lassen |
|---|---|---|
| Einfache Brille | leichte Beschwerden für wenige Tage | Beschwerden länger als 1 bis 2 Wochen |
| Neue Zylinderkorrektur | Boden wirkt anfangs leicht schief | Verzerrungen nehmen nicht ab |
| Gleitsichtbrille | Eingewöhnung bis zu mehreren Wochen | Schwindel beim Gehen bleibt bestehen |
| Sehen | wird jeden Tag angenehmer | bleibt unscharf oder verschlechtert sich |
Kann eine falsche Brille die Augen verschlechtern?
Bei Erwachsenen verursacht eine falsche Brille in der Regel keinen bleibenden Schaden an den Augen. Sie führt aber zu Beschwerden, schlechterer Sicht und weniger Sicherheit, etwa im Straßenverkehr. Anders ist es bei Kindern: Ihr Sehsystem entwickelt sich noch, und eine falsche oder fehlende Korrektur kann eine Schwachsichtigkeit begünstigen.
Was tun: Optiker, Augenarzt, Refraktion
- Zuerst zum Optiker, der die Brille angefertigt hat. Er prüft Glaswerte, Achse, Pupillenabstand und Sitz der Fassung.
- Sind die Gläser korrekt gefertigt, die Beschwerden aber bleiben, die Sehstärke neu bestimmen lassen.
- Bei anhaltenden Kopfschmerzen, Doppelbildern oder plötzlicher Sehverschlechterung augenärztlich untersuchen lassen.
Dauerhaft ohne Brille: Wann Augenlasern sinnvoll ist
Wer mit Brillen immer wieder Probleme hat, fragt sich oft, ob es auch ohne geht. Bei stabiler Sehstärke lässt sich eine Kurzsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung dauerhaft lasern. Aumedica in Köln arbeitet dafür ausschließlich mit dem berührungslosen SmartSurfACE-Verfahren. Was eine Brille über die Jahre kostet, rechnen wir im Beitrag Kostenfalle Brille vor. Wie sich der Alltag ohne Sehhilfe anfühlt, beschreibt Leben ohne Brille.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Eingewöhnung an eine neue Brille?
Meist wenige Tage bis etwa zwei Wochen, bei Gleitsichtbrillen auch länger. Bleiben Kopfschmerzen oder Schwindel danach bestehen, sollte die Brille überprüft werden.
Kann eine falsche Brille Schwindel verursachen?
Ja. Eine falsche Achse bei Hornhautverkrümmung, eine falsche Stärke oder eine schlecht zentrierte Brille können Schwindel, Übelkeit und Kopfschmerzen auslösen.
Schadet eine falsche Brille den Augen dauerhaft?
Bei Erwachsenen in der Regel nicht, sie verursacht aber Beschwerden und schlechteres Sehen. Bei Kindern ist eine korrekte Brille wichtig für die Entwicklung des Sehens.
Was bedeutet eine falsche Achse bei der Brille?
Bei einer Hornhautverkrümmung muss die Zylinderkorrektur im richtigen Winkel stehen. Schon wenige Grad Abweichung führen zu verzerrtem Sehen und Kopfschmerzen.
An wen wende ich mich, wenn die Brille nicht passt?
Zuerst an den Optiker, der die Brille angefertigt hat. Er prüft Werte, Achse und Zentrierung. Bleiben die Beschwerden, ist eine augenärztliche Untersuchung sinnvoll.
Leben ohne Brille? Eignung prüfen
Ob eine Laserkorrektur für Sie infrage kommt, zeigt der kostenlose Quick-Check bei Aumedica. Termine gibt es online über Doctolib oder telefonisch unter 0221 29798663.


